Handball · Karriere · Netzwerk

Wo Handball
auf Karriere trifft.

Wir verbinden Vereine, Unternehmen und Menschen für echtes Engagement, das weit über das Spielfeld hinausgeht.

Beruflich. Persönlich. Zukunftsorientiert.
Was wir tun

Vier Bereiche. Ein Ziel.

Handball schafft Verbindungen, die halten. Wir machen diese Verbindungen sichtbar.

🤝

Sponsoring

Kooperationen mit echtem Impact zwischen Vereinen und regionalen Unternehmen.

🎓

Workshops

Know-how aus der Wirtschaft trifft auf die Handball-Community.

🌐

Netzwerk

Verbindungen, die über klassisches Sponsoring weit hinausgehen.

🚀

Karriere

Talente auf dem Weg ins Berufsleben begleiten. Gemeinsam.

Bereit für mehr als Tore?

Lass uns gemeinsam etwas aufbauen.

Über mich

Wer steckt hinter
dem Netzwerk?

Sebastian Hahne – Handball Karriere & Netzwerk
Sebastian „Basti" Hahne
Gründer · Handball Karriere & Netzwerk
Betriebswirt (HR) 27 J. Handball Frankfurt · Rhein-Main

Wer steckt hinter dem Netzwerk?

Ich bin Basti, Betriebswirt mit Schwerpunkt Personalmanagement und seit 29 Jahren im Handball aktiv. 27 davon habe ich in demselben Verein gespielt. Treue, die für mich keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Entscheidung. Die letzten zwei Jahre? Ein neues Abenteuer. Neue Halle, neues Umfeld, frische Perspektive.

Diese Plattform entstand aus der Überzeugung, dass Handball-Vereine und regionale Unternehmen viel mehr füreinander tun können, wenn jemand die richtigen Verbindungen schafft.

Genau das ist mein Ziel: echte Brücken bauen zwischen dem Handball-Umfeld und der Berufswelt, in Frankfurt, in der Region und darüber hinaus.

Jahre im Handball29
Jahre im selben Verein27
SchwerpunktHR & Netzwerk

"Handball lehrt dich mehr über Teamarbeit, Führung und Resilienz als jedes Seminar. Dieses Wissen gehört auch in die Berufswelt."

Meine Werte

Was mich antreibt.

🏐

Handball als Schule des Lebens

29 Jahre auf dem Spielfeld haben mich gelehrt: Teamarbeit, Durchhaltevermögen und Fairplay sind keine weichen Kompetenzen. Sie sind das Fundament jeder starken Organisation.

🤝

Echte Verbindungen

Ich glaube an Netzwerke, die auf Vertrauen basieren, nicht auf Visitenkarten. Jede Verbindung, die ich knüpfe, soll langfristig echten Mehrwert schaffen.

📍

Regionale Verwurzelung

Frankfurt, Rhein-Main, das ist mein Spielfeld. Die Region kenne ich, ihre Vereine, ihre Unternehmen, ihre Menschen. Diese Nähe ist mein größter Vorteil.

Lass uns ins Gespräch kommen.

Unverbindlich, persönlich, direkt.

Für Klubs & Verbände

Euer Verein verdient
echte Partner.

Wir helfen euch, Sponsoren zu finden, Wissen aufzubauen und euren Klub zukunftsfest zu machen.

Was wir für euren Klub tun

Vier Bereiche, die zusammenwirken, damit euer Verein wächst und sichtbar wird.

🤝

Sponsoring & Partnerschaften

Wir identifizieren Unternehmen, die zu euren Werten passen, und begleiten euch durch den gesamten Akquiseprozess.

🎓

Workshops & Wissenstransfer

Von Vereinsmanagement bis Sponsoring-Präsentation: Wir bringen Praxiswissen direkt in euren Klub.

🌐

Netzwerk

Verbindungen zu anderen Vereinen, Verbänden und relevanten Akteuren in der Handball-Community.

🚀

Karriere & Entwicklung

Wir begleiten eure Spieler:innen und Ehrenamtlichen auf ihrem Weg in die Berufswelt.

Bereit loszulegen?

Erstes, unverbindliches Gespräch. Einfach melden.

Für Unternehmen

Engagement, das
wirklich ankommt.

Wir verbinden euch mit Vereinen, die zu euren Werten passen, und schaffen Kooperationen mit echtem gesellschaftlichem Impact.

Was wir für dein Unternehmen tun

Mehr als Logoplacements: Authentisches lokales Engagement, das Mitarbeitende begeistert und Marken stärkt.

🤝

Sponsoring & Partnerschaften

Wir verbinden euch mit Vereinen, die zu euren Werten und eurer Region passen, und schaffen Kooperationen mit echtem gesellschaftlichem Impact.

🎓

Workshops & Wissenstransfer

Bring dein Know-how in die Handball-Community ein, zum Beispiel als Speaker, Mentor oder Partner.

🌐

Netzwerk

Werde Teil eines Netzwerks aus engagierten Menschen, Vereinen und Unternehmen.

🚀

Karriere & Entwicklung

Unterstütze junge Handball-Talente auf ihrem Weg ins Berufsleben und zeig, was es bedeutet, ein Unternehmen mit Haltung zu sein.

Sponsoring-Gespräch anfragen

Unverbindlich. Persönlich. Auf Augenhöhe.

Kooperationspartner

Kooperationspartner
für Handball

Wir bauen ein Netzwerk auf, das Handball-Clubs, Spieler und Profis mit der Business-Welt verbindet. Lernt unsere Kooperationspartner kennen – und die Bereiche, in denen wir weitere suchen.

Unsere Kooperationspartner

Diese Menschen sind schon Teil des Netzwerks. Profil ansehen und direkt eine Buchungsanfrage stellen.

Peter Borstel

Events & Speaker

Krimi-Autor & Hallensprecher. Lesungen und moderierte Event-Formate für Vereine, Teams und Unternehmen.

LesungTeameventSponsoring-Abend
Andrea Moser

Mentaltraining

Andrea Moser

MotionMind by Moser — DMA/DBVS-zertifizierte Sport-Mentaltrainerin und Co-Host unseres Podcasts. Workshop-Konzepte für Vereine, Unternehmen und Nachwuchsspieler.

Team-WorkshopsBusiness-ImpulsComeback Stronger
Frederic Hemler

Medien & Fotografie

Frederic Hemler

FRAME by Frederic Hemler — professionelle Fotografie und Videografie für Vereine und Unternehmen.

VereinsfotografieEventdokumentationImagefilm
Tina Kassubek

Handballheft & Entwicklung

Tina Kassubek

meinhandballheft: Autorin und Herausgeberin des Saisonhefts für junge Handballerinnen und Handballer. Als Einzelheft und als Vereinsversion.

EinzelheftVereinsversionFür Trainer

Diese Bereiche suchen wir noch.

Über unsere bestehenden Kooperationen hinaus sind diese Kategorien für uns strategisch relevant. Wenn du in einem dieser Bereiche tätig bist und Interesse an einer Zusammenarbeit hast – schreib uns gerne an.

📸

Visuelle Kommunikation

Medien & Fotografie

Professionelle Fotografen und Medienschaffende, die Handball-Momente festhalten und Vereine sowie Unternehmen mit starken Bildern sichtbar machen.

VereinsfotografieEventdokumentationSocial Media ContentImagefilm
💆

Gesundheit & Regeneration

Heilpraktiker & Massage

Spezialisierte Heilpraktiker und Massagetherapeuten, die Sportler:innen bei Regeneration und Verletzungsprävention begleiten.

SportmassageRegenerationBetriebliche GesundheitPrävention
🎯

Workshops & Bildung

Trainer & Coaches

Erfahrene Trainer und Coaches, die Athleten in ihrer sportlichen und persönlichen Entwicklung unterstützen und begleiten.

TalentförderungAthletik-TrainingTaktikNachwuchscoaching
📖

Events & Speaker

Autoren & Speaker

Autor:innen und Hallensprecher:innen, die mit Lesungen und moderierten Formaten Vereinsabende und Sponsoring-Events kulturell aufwerten.

LesungTeameventSponsoring-Abend

Du passt zu einer dieser Kategorien?

Kontaktiere uns und lass uns über eine Zusammenarbeit sprechen. Wir freuen uns über Menschen, die Handball und Karriere verbinden möchten.

Kooperationspartner

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Damit wir Sie korrekt und mit Ihrer Zustimmung auf unserer Website und in unseren Kanälen vorstellen können, bitten wir Sie um ein paar Angaben.

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Ihre Angaben wurden übermittelt. Wir melden uns, sobald Sie auf der Website zu sehen sind.

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Für Klubs & Verbände

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Für Unternehmen

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Erzählt uns, wonach ihr sucht — wir finden den Handballverein aus unserem Netzwerk, der zu euch passt.

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1. Euer Unternehmen

Grunddaten für die Vermittlung mit passenden Vereinen

2. Ansprechpartner

Für Rückfragen zur Sponsoring-Anfrage

3. Euer Sponsoring-Interesse

Damit wir den passenden Verein für euch finden

4. Einverständniserklärung

Rechtliche Grundlage für die Weitergabe eurer Daten
News & Interviews

Stimmen aus der
Handball-Welt.

Interviews, Neuigkeiten und Einblicke, direkt aus der Community, für die Community.

🎙️ Podcast
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Handball trifft Karriere – Kopf & Feld
Handball, mentale Stärke und Karriere – zusammengebracht von Sebastian Hahne und Andrea Moser (zertifizierte Sport-Mentaltrainerin). Echte Situationen vom Spielfeld, übersetzt in Führung, Teamdynamik und Druck im Berufsalltag.
Jetzt auf Spotify hören ↗
🧑‍🏫 Ehrenamt
Ehrenamt Ohne sie kein Spiel
Der Jugendwart
Er sorgt dafür, dass aus Talenten Teams werden. Von der Bambini-Gruppe bis zur A-Jugend behält er Kader, Trainer und Entwicklungswege im Blick.
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💰 Ehrenamt
Ehrenamt Ohne sie kein Spiel
Der Kassenwart
Sichert die finanzielle Basis des Vereins. Budgetplanung, Fördermittel, Mitgliedsbeiträge, Jahresabschluss – Fehler merkt man hier oft erst, wenn es zu spät ist.
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🧢 Ehrenamt
Ehrenamt Ohne sie kein Spiel
Der Jugendtrainer
Begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg. Jede Woche, über Jahre, unbezahlt – vermittelt Teamgeist, Disziplin und den Umgang mit Niederlagen.
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🟨 Ehrenamt
Ehrenamt Ohne sie kein Spiel
Der Schiedsrichter
Sorgt für Fairness und trifft in Sekunden klare Entscheidungen. Jedes Wochenende zwischen den Fronten – selten Applaus, aber immer Verantwortung.
Porträt lesen →
Marie Teusch Interview
Interview Oktober 2026
Zwischen sportlichem Ehrgeiz, mentaler Stärke und beruflichen Zielen
Marie Teusch spielte bis 2025 in der 1. Handball-Bundesliga, studiert heute im Master Online-Marketing und hat nebenbei ein eigenes Unternehmen mitgegründet. Im Gespräch erzählt sie, wie sie Leistungssport, Studium und Beruf zusammenbringt, und warum ein Schritt zurück manchmal der Weg nach vorn ist.
Interview lesen →
Freddy Hemler Interview
Interview August 2026
Die Kunst der Vielseitigkeit: Zwischen Spielfeld, Hörsaal und Kameralinse
Freddy Hemler ist Handballer, Co-Trainer, Politikwissenschafts-Student und Fotograf. Im Gespräch erzählt er, wie sich Sport, Studium und Selbstständigkeit unter einen Hut bringen lassen – und was Führung im Team mit dem Blick durch die Linse verbindet.
Interview lesen →
Nicky Verjans Interview
Interview Juli 2026
Vom EHF-Pokalsieger zum Sportbusiness-Experten
Nicky Verjans spielte 15 Jahre lang Profihandball in Deutschland und bestritt 66 Länderspiele für die Niederlande. Im Gespräch erzählt er von Führung unter Druck, dem bewussten Karriereende und dem Sprung ins Sportbusiness.
Interview lesen →
Peter Borstel in der Rodaustrom Sportarena Interview
Interview Juni 2026
Zwischen Krimi, Handball & Storytelling
Peter Borstel ist Krimiautor, Messeprofi und seit über elf Jahren ehrenamtlicher Hallensprecher. Im Gespräch verrät er, wie Handball ihn zum Schreiben gebracht hat und warum ein enges Spiel jeden Krimi schlägt.
Interview lesen →

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Podcast

Handball trifft Karriere
– Kopf & Feld.

Handball, mentale Stärke und Karriere – zusammengebracht von Sebastian Hahne und Andrea Moser.

Wir nehmen echte Situationen vom Spielfeld und zeigen, was sie mit Führung, Teamdynamik und Druck im Berufsalltag zu tun haben. Zwei Perspektiven, ein Thema, konkrete Werkzeuge – für Sportler, Führungskräfte und alle, die ihre mentale Stärke gezielt trainieren wollen.

Handball trifft Karriere – Kopf & Feld Cover

Die Hosts

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Host

Sebastian Hahne

Handballer mit 29 Jahren Vereinserfahrung und Background im HR- und Personalwesen. Bringt die Perspektive aus Sport und Berufsalltag zusammen.

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Co-Host

Andrea Moser

Nach DMA und DBVS zertifizierte Sport-Mentaltrainerin. Ordnet die psychologische Seite von Drucksituationen ein – auf dem Feld wie im Job.

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Standort

Bad Homburg

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Handball Karriere & Netzwerk

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HandballKarriereNetzwerk@gmail.com

Für Klubs: Wir sprechen über eure Situation und schauen, wie wir euch am besten unterstützen können.

Für Unternehmen: Wir lernen euch kennen und finden den passenden Verein für eure Ziele.

Peter Borstel in der Rodaustrom Sportarena
Interview · Juni 2026
Zwischen Krimi, Handball & Storytelling
Im Gespräch mit Peter Borstel, Krimiautor & Hallensprecher

„Viele Handballspiele sind spannender als jeder Krimi, weil das Ende nicht vorhersehbar ist."

Wer bist du – als Mensch, im Beruf, Autor und Hallensprecher?
Ich bin 61 Jahre alt und arbeite seit dreieinhalb Jahrzehnten in unterschiedlichen Funktionen im Messebereich. Nebenberuflich schreibe ich Krimis, die in Bad Homburg und – wie zuletzt unter dem Pseudonym Kenny Lane – in Liverpool spielen. Seit über elf Jahren bin ich ehrenamtlicher Hallensprecher beim Handball – früher bei den Frauen der TSG Ober-Eschbach, seit 2021 bei den Damen der HSG Rodgau Nieder-Roden.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Eigentlich schon als Kind: Damals habe ich Sportberichte geschrieben, über Fußballspiele, die ich erlebt hatte. Die wurden natürlich nie gedruckt, aber als ich älter wurde, habe ich bei lokalen Zeitungen angefragt. Zum Krimi kam ich über den Handball. Bei den Frauen der TSG Ober-Eschbach hatten wir einen neuen Sponsor, eine Druckerei. Da habe ich vollmundig verkündet, dass sie sich um die Auslastung keine Sorgen machen müssen – weil ich einen Krimi schreiben werde. Aus der Nummer kam ich nicht mehr raus und so entstand 2016 „Hessisch Roulette – ein Bad Homburg Krimi". Am Ende habe ich von dem Buch rund 3.000 Exemplare verkauft; in einer Stadt mit 55.000 Einwohnern hat quasi jeder Zwanzigste meinen ersten Krimi erworben.
Was fasziniert dich persönlich am Handballsport?
Es geht oft sehr familiär zu und auf den Rängen meistens zivilisiert. Das ganze Umfeld hat einen hohen Identifikationsfaktor, ein Sport zum Anfassen. Der Austausch mit vielen gegnerischen Fans ist mehr von einem Miteinander geprägt, die Rivalität ist rein sportlich. Bei einem Drittligaderby Ober-Eschbach gegen den unmittelbaren Nachbarn Oberursel war mal prophylaktisch die Polizei vor Ort – die waren sichtlich überrascht, wie entspannt es trotz der Brisanz unter den Fans zuging.
Wie würdest du die Atmosphäre einer Handballhalle beschreiben?
In der ersten Halbzeit manchmal zu ruhig, da tue ich mich als Sprecher mitunter schwer, das Feuer zu entfachen. Aber mit zunehmender Dauer des Spiels nimmt die Begeisterung zu. Weil mehr Tore als beim Fußball fallen, ist die Atmosphäre auch durch die Musikeinspielungen unterhaltender. Der schönste Moment ist sicherlich, wenn die Fans die eigene Mannschaft gegen Ende des Spiels mit stehenden Ovationen feiern.
Welche Erlebnisse als Hallensprecher sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Das waren die Spiele vor vollen Rängen, bei denen das Wechselspiel mit dem Publikum besonders intensiv ist. Sicherlich auch entscheidende Partien, in denen es um Sein oder Nichtsein ging – etwa in der Relegation. Einmal kamen etwa zehn Fans des 1. FC Köln in voller Montur auf mich zu. Sie wollten sich einfach bedanken, weil ich zur Begrüßung ein kölsches Karnevalslied gespielt hatte. Schön war auch, als mich die Mutter einer Spielerin nach der Begegnung ansprach, weil sie sich gefreut hat, dass ich als Erster den Namen ihrer Tochter richtig ausgesprochen habe.
Wie nimmst du den Handballsport heute wahr – sportlich, gesellschaftlich und medial?
Es hat sich in den letzten Jahrzehnten vieles professionalisiert. Trotzdem findet die Sportart nur im Handballmilieu oder im weiteren regionalen Umfeld der jeweiligen Vereine wirklich Resonanz. Das ändert sich bei der WM oder der EM. In der Spitze brauchen wir uns aktuell wenig Sorgen machen. Schön wäre es, wenn auch die Basis erhalten bleibt. Der Sprung von der dritten in die zweite Liga ist für viele Vereine sehr groß. Gerade auf unterer Ebene braucht es Vorbilder, um den Nachwuchs zu begeistern.

„Vielleicht steckt die nächste große Krimi-Szene bereits irgendwo zwischen Anpfiff und Halbzeitpause."

Hat dir der Handball bereits als Inspiration für deine Bücher gedient?
Ja, wenn auch nicht direkt. Ich habe 2020 einen Tennis-Krimi „Doppelfehler" veröffentlicht. Darin kommen Charaktere vor, deren Wesenszüge und Verhaltensweisen auch im Handballbetrieb zu finden sind. Die Mechanismen in vielen Sportarten sind sich doch sehr ähnlich.
Woran arbeitest du aktuell?
Gerade ist mein erstes Hörspiel „Hölderlinpfad" in den lokalen Handel gekommen – eine literarische Wanderung zwischen Bad Homburg und Frankfurt über 22 Kilometer. Darüber hinaus schreibe ich an einem neuen Krimi, der im Laufe des nächsten Jahres erscheinen soll.
Dürfen sich Leser auf einen Handball-Krimi freuen?
Im Moment ist das nicht geplant, obwohl es ein sehr dickes Buch werden würde. Die Gefahr ist dabei immer, dass sich einzelne Leute aus dem Handballsport darin wiedererkennen. Aber vielleicht braucht es gar keinen gedruckten Handballkrimi: Viele enge Handballspiele sind spannender als jeder Krimi, weil das Ende unvorhersehbar ist.
Welche Rolle spielen Sport, Kreativität und Leidenschaft heute in deinem Leben?
Meine Sportleidenschaft hatte immer auch viel mit dem Wortbestandteil „leiden" zu tun, weil mir gerade die kleineren Vereine am Herzen liegen. Mitte der Siebzigerjahre wurde ich Fan von Arminia Hannover. Im letzten Jahr sind sie in die sechstklassige Landesliga abgerutscht, aber ich bin immer noch regelmäßig dort. Generell finde ich das Umfeld eines Vereins mindestens genauso spannend wie das Spiel selbst – etwa wenn ein Stadion viel Geschichte atmet. Das fasziniert mich manchmal fast mehr als das Spiel.
Nicky Verjans
Interview · Juni 2026
Vom EHF-Pokalsieger zum Sportbusiness-Experten
Im Gespräch mit Nicky Verjans, über Leistung, Führung, Karrierewechsel und die Zukunft des Handballs

15 Jahre Profihandball in Deutschland. Internationale Titel. Kapitän einer Traditionsmannschaft. 66 Länderspiele für die Niederlande.

Wenn Du heute auf diesen mutigen Schritt zurückblickst: Was war die größte Herausforderung für einen jungen Spieler, der plötzlich in einer der stärksten Ligen der Welt bestehen musste?
Ich habe es nie als eine Herausforderung gesehen, weil es immer mein Traum war, in der Bundesliga zu spielen. Ich wusste vorher nicht, wie mein Weg sein wird und über wie viele Ligen und Mannschaften ich gehen musste, aber ich wusste, was meine Mission war. Bei mir ging es mit 17 sehr schnell und bin immer noch sehr dankbar, dass Henk Groener (damals Manager bei HSG Nordhorn) sich für mich eingesetzt hat. Rückblickend war der sportliche Aspekt nie eine Herausforderung, aber das sauber in Verbindung bringen mit Familie, Kindern und Studium. Da habe ich irgendwann entscheiden müssen: entweder ziehst du weiter von Verein zu Verein, um in der 1. HBL zu bleiben, oder du bereitest dich auf die Zeit nach der aktiven Karriere vor.
Nach deinem Wechsel zum TuS Nettelstedt-Lübbecke kehrtest Du 2012 nach Nordhorn zurück und bliebst bis zu deinem Karriereende. Was hat die Verbindung zur Region und zum Verein für dich so besonders gemacht?
Ich habe mich von Anfang an in Nordhorn sehr wohlgefühlt – im Team, im Verein, aber auch in der Stadt. Die Lage direkt an der Grenze ist für Niederländer einfach optimal, für Studium und Beruf, aber auch privat. Das hat sich sechs Jahre nach meinem Karriereende auch noch nicht geändert.
Mit 66 Einsätzen für die Nationalmannschaft hast du die Entwicklung des niederländischen Männerhandballs über viele Jahre begleitet. Welche Schritte sind aus deiner Sicht notwendig, damit sich der Handball international noch stärker etablieren kann?
Als ich selbst ran durfte, habe ich gemerkt, wie unprofessionell wir damals gearbeitet haben – kaum Lehrgänge, kein Staff mit internationaler Erfahrung. Das hatte hauptsächlich mit Geld zu tun. Als die Frauen erfolgreicher wurden, haben sich die Chancen und Bedingungen bei den Männern auch verbessert. Im Moment sind wir auf einem guten Level angekommen. Um weiter wachsen zu können, muss man beim Verband in der Jugendentwicklung und Trainerausbildung ansetzen. Wir brauchen mehr Talente in der Breite, um am Ende auch mehr Spieler*innen im Profibereich zu bekommen.
Als Kapitän trugst Du Verantwortung weit über die eigene Leistung hinaus. Wie würdest Du deinen Führungsstil beschreiben?
Ich bin eher der ruhigere Leader, der Verantwortung übernimmt, Strukturen schafft, individueller kommuniziert und immer als Vorbild vorangehen möchte. Das war bei mir als Kapitän schon so und ist es jetzt immer noch. Mir sind klare Ziele, Struktur und gute Kommunikation ganz wichtig – das kommt in meiner jetzigen Rolle im Stakeholder-Management immer wieder zurück. Ich merke, dass ich beruflich genau der gleiche Leader sein kann, der ich von Natur aus bin und auch im Sport schon war.
Welche Faktoren entscheiden darüber, ob aus talentierten Einzelspielern tatsächlich eine erfolgreiche Mannschaft wird?
Für mich war immer schon klar: die beste Mannschaft wird erfolgreich sein, nicht nur die besten Individualisten. Auch hier bin ich der Meinung, dass Ziele und Struktur richtig klar sein müssen. Wenn Personen sich in ihren Rollen nicht finden können und nicht alle die gleiche Mission haben, dann wird es nicht funktionieren. Das ist nicht immer von Tag eins klar und entwickelt sich dynamisch weiter – im positiven wie im negativen Sinne.
Als Rechtsaußen entscheidet oft ein einziger Wurf über Sieg oder Niederlage. Welche Strategien hast Du entwickelt, um in entscheidenden Momenten Ruhe und Fokus zu bewahren?
Ich vertraue allgemein auf mich und habe ein stoisches Mindset. Ich konzentriere mich auf meine Aufgaben und mein Können. Externe Faktoren kann ich nicht beeinflussen und muss sie akzeptieren, wie sie sind. Deswegen habe ich mich als Sportler nicht zu sehr auf Ergebnisse konzentriert, sondern auf das, was schon gut lief und was noch besser werden kann. Nur weil man gewinnt, ist nicht alles super, und wenn man verliert, muss nicht alles infrage gestellt werden.

„Nur weil man gewinnt, ist nicht alles super – und wenn man verliert, muss nicht alles infrage gestellt werden.“

Handball gilt als eine der beliebtesten Mannschaftssportarten Deutschlands, dennoch bleibt die mediale Distanz zum Fußball enorm. Wie bewertest Du die aktuelle Sichtbarkeit des Handballs?
Ich finde, dass Handball sich in den letzten Jahren gut weiterentwickelt hat, und für mich ist Fußball auch der falsche Vergleich – da schaue ich eher Richtung Basketball, Eishockey und andere olympische Sportarten. Wenn man sieht, was Trendsportarten in Marketing, Kommunikation, Digitalisierung und Innovation investieren, dann haben wir im Handball noch viel Potential. Wenn man es anspricht, kommen schnell Argumente wie zu wenig Personal oder Budget, aber da habe ich oft das Gefühl, dass eine gewisse Angst besteht, Risiken in diesem Bereich einzugehen.
Wie gelingt es, junge Zielgruppen über neue Medien zu erreichen, ohne die traditionellen Werte der Sportart zu verlieren?
Ich glaube, dass wir da noch echt viel Potential haben und unsere Spieler*innen noch viel mehr nutzen wollen. Im Handball ist der Druck bei den Spieler*innen nicht wirklich da, deswegen wird es oft noch etwas stiefmütterlich behandelt. Da erwarte ich auch mehr Unterstützung von den Vereinen, weil am Ende verkaufen sie dafür mehr Tickets und Merch und können mehr Reichweite und Sponsoreneinnahmen generieren. Spannend finde ich, dass sich in der Nische Handball immer mehr Personen dieser Themen annehmen und die Spieler*innen dabei unterstützen.
Welche Erwartungen werden heute an Athleten gestellt, wenn es um persönliche Markenbildung und digitale Präsenz geht?
Es beißt sich im ersten Schritt mit den Werten des Handballs – wir sind bodenständig und nahbar. Wenn Spieler dann erfolgreicher werden und darüber Content machen, kommt das teilweise noch ungewohnt vor und es gibt im direkten Umfeld Reaktionen darauf.
2020 hast Du Dich im Alter von 32 Jahren entschieden, Deine Profikarriere zu beenden. Wann wurde Dir klar, dass der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt gekommen war?
Als ich 2018 meinen Vertrag verlängert habe, war der Plan eigentlich klar: noch zwei Jahre Vollgas geben, den Aufstieg in die erste Liga schaffen, die erste EM mit den Niederlanden 2020 spielen und mein Executive MBA abschließen. Für mich war 15 Jahre Profihandball eine schöne Zahl und der Zeitpunkt, um meine zweite Traumkarriere zu starten. Dann habe ich mir aber eine schwere Schambeinverletzung zugezogen, deren Verlauf sehr schlecht zu planen war – mein Körper konnte die Belastung als Profisportler danach nicht mehr so verarbeiten wie vorher. Ich habe 2019 informiert, dass ich meine Karriere beende, hatte gute Angebote im Sportbusiness vorliegen – dann kam COVID, und die Angebote waren erstmal nicht mehr existent. Am Ende hat sich alles gefunden, aber es gab eine längere Ungewissheit.
Viele ehemalige Leistungssportler berichten von Herausforderungen beim Übergang in die Wirtschaft. Wie hast Du dich bereits während Deiner aktiven Karriere auf diesen Wechsel vorbereitet?
Da ich schon die Richtung für nach meiner Karriere wusste, hatte ich den klaren Plan, die Zeit während meiner Karriere zu nutzen, um alles fertig zu bekommen für die Zeit danach. In meiner zweiten Saison war ich 100 % Profi, und das hat mir nicht gutgetan – alles nur auf Handball war für mich vom Kopf her nicht gut. Als ich mit dem Studium angefangen habe, ging es mir viel besser, weil Handball dann wieder das war, wo ich mich frei gefühlt habe, und nicht mehr die „Arbeit“. Die Kombination von Profisport und Studium oder Fortbildungen hat mir immer gutgetan.
Disziplin, Teamfähigkeit und Resilienz gelten als klassische Sportlerkompetenzen. Welche Fähigkeiten aus dem Profisport helfen Dir heute im Berufsleben am meisten?
Für mich ist es, Teamplayer zu sein, gut zu kommunizieren, gemeinsame Ziele zu haben und darin seine Rolle zu finden – das ist einer der Gründe, warum ich als Unternehmer immer wieder gerne mit Ex-Sportler*innen arbeite. Meine persönlichen Fähigkeiten, die mir im Sport viel geholfen haben, sind vor allem meine intrinsische Motivation und Disziplin und dass ich gut Ziele setzen kann und weiß, was dafür getan werden muss – nicht nur von mir allein, sondern auch im Team mit den externen Stakeholdern.
Du hast als Spieler, Nationalspieler und Jugendtrainer viele Talente begleitet. Welchen Rat gibst Du jungen Athletinnen und Athleten, wenn es um die Balance zwischen Leistungssport und beruflicher Ausbildung geht?
Versuch, eine gute Mischung zu finden aus Fokus auf den Sport und deiner persönlichen Weiterentwicklung außerhalb des Sports – nicht nur für die Zukunft, sondern auch, weil ich glaube, dass man dadurch ein besserer Sportler bzw. eine bessere Sportlerin wird. Dazu glaube ich, dass es Ruhe gibt, wenn du nicht nur einen roten Faden im Leben festhältst, sondern mehrere Themen und Interessen hast – vor allem, wenn man weiß, dass der eine Faden, den man in der Hand hält, irgendwann zu Ende sein wird, und man nicht weiß, wann.
Peter Borstel bei einer moderierten Lesung
Kooperationsangebot
Peter Borstel — Krimi-Autor & Hallensprecher
Lesungen & Event-Formate für Vereine, Teams und Unternehmen

Peter Borstel verbindet zwei Welten, die selten zusammenfinden: literarische Spannung und Live-Erfahrung als Hallensprecher im Sport. Seine Bad-Homburg-Krimis und sportnahen Geschichten eignen sich als kurzweiliges, unterhaltsames Programm für Mannschaftsabende, Vereinsfeiern und Firmenevents.

Angebot 1

Lesung für Teams, Vereine & Firmen

Eine kompakte, unterhaltsame Autorenlesung aus einem der Bad-Homburg-Krimis – konzipiert als geselliger Programmpunkt bei Mannschaftsabenden, Saisonabschlüssen, Vereinsfeiern oder internen Firmenevents.

Format: ca. 45–60 Min. Lesung mit ausgewählten Textpassagen, optional Fragerunde
Zielgruppe: Vereinsmannschaften, Jugendabteilungen, Firmenteams, interne Events
Rahmen: Vereinsheim, Firmenraum oder externe Location – flexibel vor Ort
Angebot 2

Lesung mit moderiertem Event — „Krimi-Lesung meets Sponsoring-Abend"

Die Lesung wird zum Herzstück eines moderierten Abendformats: stimmungsvolle Location, szenische Lesung und im Anschluss ein persönlich moderierter Austausch – ideal, um Sponsoring- und Kooperationspartner in entspannter Atmosphäre einzubinden.

Format: Lesung (ca. 30–40 Min.) + moderierter Networking-Teil (ca. 30–45 Min.)
Zielgruppe: Sponsoring-Abende, Partner-Events, Vereins-Netzwerkveranstaltungen
Moderation: durch Peter Borstel, mit Raum für Fragen, Anekdoten & Austausch

Vermittlung über Handball Karriere & Netzwerk: Organisation & Buchung als reiner Vermittler – Honorar- und Ablaufabsprache erfolgt direkt zwischen Verein/Unternehmen und Peter Borstel. Vermittlungsgebühr: 15 % (transparent ausgewiesen).

Andrea Moser
Kooperationsangebot
Andrea Moser — Sport-Mentaltrainerin
MotionMind by Moser — Mentale Power für Sportler

Andrea Moser ist Sport-Mentaltrainerin und Co-Host unseres Podcasts „Handball trifft Karriere – Kopf & Feld“. Ihr Bezug zum Handball ist dabei ganz persönlich: Ihre Tochter spielt selbst im Leistungsbereich, und Andrea hat der Mannschaft bereits mentale Trainingseinheiten gegeben – sie kennt die Drucksituationen auf dem Feld also nicht nur aus der Theorie.

Für Vereine

Trainer, Betreuer & Mannschaften

Mental stark in die Crunchtime – Wie Trainer in Drucksituationen ruhig bleiben und diese Ruhe auf die Mannschaft übertragen. 60 Min. online oder 3 Std. Präsenz.

Teamdynamik gezielt stärken – Der Weg zum Teamflow – Aus Einzelspielern wird eine Einheit im Teamflow. 3 Std. Präsenz oder ganztägiger Teamtag.

Comeback Stronger – Mentale Begleitung von Spieler:innen nach Verletzungen, basierend auf dem MotionMind 10-Wochen-Programm. 60 Min. online oder 3 Std. Präsenz.
Für Unternehmen

Vom Spielfeld ins Büro

Methoden aus dem Sport-Mentaltraining direkt übersetzt in Business-Strategien: Ruhe unter Druck, Fokus im Großraumbüro, konstruktiver Umgang mit Rückschlägen. Für Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Projektteams. 60 Min. Business-Impuls, After-Work oder online.
Für Nachwuchsspieler

Mein Weg: Mit mentaler Stärke in die Berufswelt

Für A-/B-Jugendspieler:innen am Übergang Schule/Beruf: sportliche Soft Skills wie Disziplin und Druckresistenz gezielt für Bewerbung, Ausbildung und Studium nutzen. 2 Std., online oder im Verein.

Methodische Basis: Alle Konzepte basieren auf den Richtlinien der Deutschen Mentaltrainer Akademie (DMA) e.V. und des Deutschen Bundesverbands Sportmentaltraining (DBVS) e.V. sowie auf etablierten MotionMind-Methoden (u. a. Flow-Training, Biofeedback, Comeback Stronger).
Vermittlung über Handball Karriere & Netzwerk: Organisation & Buchung als reiner Vermittler – Honorar- und Ablaufabsprache erfolgt direkt zwischen Verein/Unternehmen und Andrea Moser. Vermittlungsgebühr: 15 % (transparent ausgewiesen).

Frederic Hemler
Kooperationsangebot
Frederic Hemler — FRAME by Frederic Hemler
Professionelle Fotografie & Videografie für Vereine und Unternehmen

Selbstständig seit 2024, daneben Student der Politikwissenschaft in Mainz. Frederic hält Vereins- und Firmenmomente in starken Bildern fest — von der Vereinsfotografie bis zum Imagefilm.

Leistungen
VereinsfotografieEventdokumentationSocial Media ContentImagefilmPorträtfotografie
Einsatzgebiet: Hessen, Rheinland-Pfalz
Reisebereitschaft: sehr flexibel
Referenzen: Universität Mannheim (angestellt), freiberuflich seit 2024 (Hochzeiten, Events, Sport)

Konditionen: Tagessatz ab 900 € · ganzjährig verfügbar.
Vermittlung über Handball Karriere & Netzwerk: Organisation & Buchung als reiner Vermittler – Honorar- und Ablaufabsprache erfolgt direkt zwischen Verein/Unternehmen und Frederic Hemler. Vermittlungsgebühr: 15 % (transparent ausgewiesen).

Tina Kassubek
Kooperationsangebot
Tina Kassubek — Autorin & Herausgeberin
meinhandballheft — Dein Saisonbegleiter für junge Handballer

Kinder sollen im Handball nicht nur trainieren, sondern ihre Entwicklung bewusst erleben, Fortschritte festhalten und lernen, sich mit ihrem Sport auseinanderzusetzen. Dafür hat Tina Kassubek das meinhandballheft geschrieben und gibt es heraus. Es hat Platz für eigene Spiele und persönliche Rückblicke, erklärt Handballwissen und gibt Impulse für Kopf und Körper. Trainerinnen und Trainer können es nutzen, um Training und Entwicklung bewusster zu gestalten.

Für Spielerinnen & Spieler

Das Einzelheft

52 Seiten im DIN-A5-Format, die durch die ganze Saison begleiten: Das bin ich mit Profil, Zielen und Team, Mein Training mit eigenen Notizen, Meine Entwicklung mit Trainer-Check, die Skill-Snake für Anwesenheit, Einsatz und Fairplay sowie Spieltag & Erinnerungen für Ergebnisse und Team-Erlebnisse.
Für Vereine

Die Vereinsversion

Mit Vereinsname, Farben und Logo wird das Heft zum Heft eurer Mannschaft. Auf Wunsch lassen sich auch Inhalte individuell anpassen. Direktbestellung ab 20 Exemplaren.
Mentale Stärke

Kopf-Check und Kopf-Tricks

Die mentalen Inhalte wie Kopf-Check, Mutmach-Satz und Atemtechniken entstehen gemeinsam mit unserer Kooperationspartnerin Andrea Moser (MotionMind Mentaltraining).

Bestellung: Das Einzelheft und die Vereinsversion könnt ihr direkt bei Tina Kassubek über meinhandballheft.de bestellen. Wenn ihr vorher lieber sprechen möchtet, meldet euch bei uns, dann stellen wir den persönlichen Kontakt her. Handball Karriere & Netzwerk handelt dabei als reiner Vermittler, Bestellung und Umsetzung laufen direkt zwischen Verein und Herausgeberin.

Ehrenamt hinter dem Spielfeld
Der Jugendwart

Er sorgt dafür, dass aus Talenten Teams werden. Von der Bambini-Gruppe bis zur A-Jugend behält er Kader, Trainer und Entwicklungswege im Blick und plant langfristig, während um ihn jede Saison neu verhandelt wird.

Karrierekompetenzen
PersonalentwicklungKommunikationPlanung

Mehrwert für den Beruf: Personalentwicklung über Jahre hinweg – Nachwuchs planen, statt nur verwalten.

Ehrenamt hinter dem Spielfeld
Der Kassenwart
Aufgabe

Sichert die finanzielle Basis des Vereins

Budgetplanung, Fördermittel, Mitgliedsbeiträge, Jahresabschluss. Fehler merkt man hier oft erst, wenn es zu spät ist. Der Kassenwart trägt die finanzielle Verantwortung für einen ganzen Verein – nebenberuflich, unbezahlt.

Karrierekompetenzen
GenauigkeitVerantwortungBudgetplanung

Mehrwert für den Beruf: Budgetverantwortung und Controlling auf Niveau eines kleinen Mittelständlers. Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit.

Ehrenamt hinter dem Spielfeld
Der Jugendtrainer
Aufgabe

Begleitet Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg

Jede Woche, über Jahre, unbezahlt. Der Jugendtrainer vermittelt nicht nur Handball, sondern Teamgeist, Disziplin und den Umgang mit Niederlagen an Teenager – in einem Alter, in dem das alles besonders schwerfällt.

Karrierekompetenzen
EmpathieCoachingGeduldVorbildfunktion

Mehrwert für den Beruf: Kontinuierliche Führung und Entwicklung junger Menschen – Geduld und Konsequenz zugleich.

Ehrenamt hinter dem Spielfeld
Der Schiedsrichter
Aufgabe

Sorgt für Fairness und trifft in Sekunden klare Entscheidungen

Jedes Wochenende steht er zwischen den Fronten, hört sich Kritik von beiden Seiten an und muss trotzdem in Sekundenbruchteilen entscheiden. Der Schiedsrichter trägt Verantwortung, bekommt dafür selten Applaus – und bleibt auch unter Druck souverän.

Karrierekompetenzen
KonfliktmanagementSouveränitätBelastbarkeit

Mehrwert für den Beruf: Unter Druck entscheiden und dabei ruhig und fair bleiben – eine Kompetenz, die in jedem Beruf gefragt ist.

Freddy Hemler
Interview · August 2026
Die Kunst der Vielseitigkeit: Zwischen Spielfeld, Hörsaal und Kameralinse
Im Gespräch mit Freddy Hemler, Handballer, Co-Trainer, Politikwissenschafts-Student & Fotograf

„Führung heißt, den richtigen Fokus zu setzen – im Team wie durch die Linse.“

Freddy, nimm uns zum Einstieg doch einmal mit: Wer bist du – beruflich, aber auch ganz persönlich?
Hey Basti, ich bin Freddy, 23 Jahre alt und wohne aktuell in Mainz. Ich bin Student und zusätzlich fotografiere ich als selbstständiger Fotograf Business-Events, Hochzeiten und alles andere, was vor meine Linse kommt. In meiner Freizeit bin ich aktuell fast jeden Tag in der Handballhalle. Ich spiele in der Herrenmannschaft der TSG Bretzenheim und wir stecken gerade mitten in der Vorbereitung… und wenn ich mal kein Training habe, stehe ich entweder mit der Kamera in der Halle oder seit einem Jahr an der Seitenlinie als Co-Trainer der 2. Damenmannschaft in Bretzenheim.
Wer dein Profil sieht, merkt schnell: Dein Herz schlägt für den Handball. Wie würdest du deine aktuelle Rolle auf dem Spielfeld beschreiben, und was treibt dich nach all den Jahren immer noch jeden Tag in die Halle?
Bei mir dreht sich gerade wirklich viel um den Handball! Leider bin ich gerade viel mit Verletzungen beschäftigt, ganz aktuell macht meine Schulter Probleme. Die letzte Saison war ich auf jeden Fall aufm Feld immer für das Tempo zuständig und habe versucht immer als erstes im Angriff zu sein. Als Außenspieler habe ich damit ja fast schon mein Aufgabenspektrum abgedeckt. Innerhalb der Mannschaft nehme ich außerdem nie ein Blatt vor den Mund und ich bin schon immer jemand gewesen, der in die Halle kommt, um mit meinen Mitspielern zu quatschen, gute Laune zu verbreiten – in der Halle kann ich den Alltagsstress vergessen. Das Beste am Handball ist, dass der Sport mich schon durch schlechte Zeiten getragen hat, und andersrum steht man immer wieder auf dem Spielfeld vor Herausforderungen, die einen auch fürs private und berufliche Leben formen.
Du stehst aber nicht mehr nur als Spieler auf der Platte, sondern ziehst im Hintergrund auch als Co-Trainer die Fäden. Wie kam es zu diesem Schritt, und wie unterscheidet sich die Perspektive des Trainers von der des aktiven Spielers?
Das stimmt! Seit letzter Saison bin ich Co-Trainer der 2. Damenmannschaft der TSG Bretzenheim in der Regionalliga. Ich hatte schon länger Lust, auch in einer Trainerposition Verantwortung zu übernehmen, wusste aber, dass ich durch Studium und Job nicht uneingeschränkt Verantwortung übernehmen konnte. Der Co-Trainer-Posten in der „Damen 2“ hat perfekt gepasst: Die Haupttrainerin trainierte die Mannschaft bis dahin allein und suchte Unterstützung – für mich eine verrückte Chance, von 0 auf 100 in der 4. höchsten Spielklasse einzusteigen. Als 23-Jähriger in einer Aktiven-Mannschaft in einer Trainerposition zu sein, ist erstmal ein bisschen „scary“, und mir war wichtig, selbstkritisch zu reflektieren, ob ich dem gewachsen bin. Das hat sich mit der Zeit gelegt. Am meisten Spaß hat es mir gemacht, Spielerinnen zu helfen, die mal nicht so gut drauf waren, wieder auf die Erfolgsspur zu kommen.
Als Co-Trainer trägt man viel Verantwortung für die Teamdynamik. Welche Führungsqualitäten konntest du in dieser Rolle entwickeln, die dir vielleicht auch abseits des Sports nützen?
Ich glaube, am wichtigsten als Co-Trainer ist es, authentisch zu bleiben. Wenn Spielerinnen einem nicht mehr vertrauen, kann man nicht mehr richtig auf die Teamdynamik einwirken. Beim Handball stehen genau sieben Spielerinnen auf dem Feld – wer nicht eingesetzt wird, ist erstmal enttäuscht, und ich muss vermitteln, dass sie trotzdem ein wichtiger Teil der Mannschaft sind, ohne das Blaue vom Himmel zu versprechen. Ich glaube, ich bin gut darin, mich an viele unterschiedliche Charaktere anzupassen und genau den Punkt zu treffen, wo ich unterstützen kann, ohne meine Rolle zu überreizen. Genau das nehme ich auch mit in meinen Job als Fotograf – wann spielt man eine Rolle, organisiert Gruppenbilder, unterstützt bei Portraits mit Tipps, und wann hält man sich so weit zurück, dass es den Leuten gar nicht auffällt, dass man überhaupt da ist.
Neben dem zeitintensiven Sport und dem Trainerjob studierst du auch noch Politikwissenschaft. Ein Fach, das vollen Fokus verlangt. Hand aufs Herz: Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus, und wie vereinbarst du diese Welten miteinander?
Phasenweise ist das alles schon sehr viel. Das Schöne am Studium ist, dass ich mich in Klausurenphasen zwar auf die Uni konzentrieren muss, aber sonst vieles auch sehr flexibel ist – in den Semesterferien kann ich mich auf andere Dinge konzentrieren. Genauso bin ich bei der Fotografie sehr flexibel und kann selbst entscheiden, wann ich einen Auftrag annehme. Trotzdem hatte ich dieses Jahr auch eine Situation, in der viele Dinge zusammengekommen sind und es anstrengend war – daraus lerne ich für die Zukunft. Die einzige richtige Konstante in meinem Alltag ist eigentlich der Handball und, im Semester, die Uni-Seminare.
Politikwissenschaft analysiert große Systeme und Strategien. Gibt es Parallelen zwischen den Theorien im Hörsaal und den Taktiktafeln in der Kabine? Befruchten sich das Studium und der Handball gegenseitig?
Ich glaube schon, dass es Parallelen gibt, aber das Studium ist eher ein Tool, um besser zu verstehen, was abseits vom Feld drumherum passiert. Mehr Tore wirft mein Team dadurch nicht, aber ich verstehe vielleicht meine Mitspieler ein bisschen besser. Sport ist meiner Meinung nach schon manchmal politisch, aber nicht so sehr, dass Politikwissenschaft mir bei Taktikentscheidungen hilft. Das Studium hilft mir aber auf andere Weise: Ich bin zufrieden mit dem, was ich studiere, und das gibt mir eine Selbstsicherheit, die mich auch auf dem Feld unterstützt. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich abseits des Feldes nicht genau wusste, wie es weitergeht – das hat sich damals auch auf mein Spiel ausgewirkt.
Als wäre das nicht schon genug, hast du dir ein erfolgreiches Standbein als selbstständiger Fotograf aufgebaut. Wie bist du überhaupt zur Fotografie gekommen? Gab es einen bestimmten Schlüsselmoment?
Ich fotografiere schon, seitdem ich als Kind eine kleine Digi-Kamera bekommen habe – der Weg dahin, was ich jetzt mache, war aber ziemlich kurvig. Am Anfang habe ich mich davon ferngehalten, Menschen zu fotografieren, und stattdessen Landschaften und vor allem Tiere fotografiert. Meine Karriere als Wildlife-Fotograf ist wohl daran gescheitert, dass man dafür vor Sonnenaufgang aufstehen muss – nicht so meine Tageszeit. Der interessantere Schlüsselmoment war, als ich in Mannheim an der Uni in der Fotoredaktion gearbeitet habe und vor meinem Umzug nach Mainz stand. Mein Chef damals hat mich erst richtig auf die Idee gebracht, als Fotograf selbstständig zu arbeiten. Am Ende braucht man immer beides: den Mut, etwas Neues zu wagen, und das Umfeld, das einem das zutraut.
Als Freiberufler braucht man Durchhaltevermögen. Welche Werte aus dem Handball – wie Disziplin, Fokus oder der Umgang mit Rückschlägen – helfen dir heute bei der Arbeit mit deinen Fotografie-Kunden?
Vom Handball bin ich daran gewöhnt, nach dem einen Spiel schon das nächste im Auge zu haben – so ist das bei mir als Fotograf auch, ich denke immer schon ans nächste Event. Was mir als Freiberufler manchmal fehlt, sind die „Teammates“ – umso mehr Spaß macht es, bei Events mit der Social-Media-Abteilung oder anderen Fotograf:innen und Videograf:innen zusammenzuarbeiten.
Zum Abschluss eine etwas ungewöhnliche Frage: Du fängst als Fotograf oft die Emotionen und Bewegungen anderer Menschen ein. Würdest du dich eigentlich gerne mal selbst als Spieler während eines intensiven Matches fotografieren – und welches Motiv würdest du wählen?
Tatsächlich eine Frage, die ich mir auch schon häufiger gestellt habe! Als Fotograf wird man selten selbst fotografiert, und ich habe mich auf dem Spielfeld schon gefragt, wie das von außen bei mir aussieht. Am liebsten fange ich die Emotionen ZWISCHEN Personen ein, und die gibt es beim Handball reichlich. Am liebsten fotografiere ich Momente, in denen Personen voll auf die Situation konzentriert sind. Egal ob Handballhalle, Event oder Hochzeit – ich habe meinen Job richtig gemacht, wenn Personen beim Angucken denken: „Der hat mich in dem schönen Moment eingefangen, das habe ich überhaupt nicht mitbekommen.“

Freddy Hemler zeigt eindrucksvoll, dass die Grenzen zwischen Sport, Wissenschaft und Kreativität fließend sind. Erfolg bedeutet nicht mehr, nur eine Sache zu tun, sondern die Synergien verschiedener Leidenschaften optimal zu nutzen.

Marie Teusch
Interview · Oktober 2026
Zwischen sportlichem Ehrgeiz, mentaler Stärke und beruflichen Zielen
Im Gespräch mit Marie Teusch, Handballerin, Masterstudentin & Co-Founderin

„Manchmal muss man eben einen Schritt zurückgehen, um anschließend wieder zwei Schritte nach vorne machen zu können.“

Leistungssport bedeutet weit mehr als Tore, Siege und Tabellenplätze. Hinter jeder Spielerin stehen persönliche Geschichten, Herausforderungen und Entscheidungen, die sowohl auf als auch neben dem Spielfeld prägen.

Im Interview mit dem Handball Karriere Netzwerk gibt uns Marie Teusch Einblicke in ihren Weg als Handballerin, ihre Strategien im Umgang mit mentalen Herausforderungen und die Frage, wie sich sportliche Ambitionen mit beruflichen oder akademischen Zielen verbinden lassen.

Sie spricht darüber, was sie antreibt, wie sie mit Druck umgeht und welche Erfahrungen sie auf ihrem bisherigen Weg besonders geprägt haben.
Marie, stell dich gerne kurz vor: Wer bist du, was machst du aktuell und welche Rolle spielt Handball in deinem Leben?
Hi, ich bin Marie und 23 Jahre alt. Letztes Jahr habe ich meinen Bachelorabschluss in Medien- und Kommunikationsmanagement (B.A.) gemacht und studiere aktuell Online-Marketing im Master (M.A.). Nebenbei arbeite ich als Werkstudentin in einem Getränke-Start-up und bin seit Juli Co-Founder von performetrics marketing.

Mit 16 Jahren durfte ich nach Leverkusen auf ein Sportinternat wechseln und dort meinen Traum vom Leistungssport leben. Nach drei Jahren in der Jugendbundesliga habe ich schließlich den Sprung in die 1. Handball-Bundesliga geschafft und dort für weitere drei Jahre gespielt. Seit der Saison 2025/26 spiele ich für den Drittligisten SV Allensbach, um mich vor allem auf mein Studium und den Start in die Berufswelt zu konzentrieren. Nach dem Abschluss meines Masters im Juli 2027 verfolge ich das Ziel, meinen Fokus wieder auf den Handball zu legen.

Handball ist für mich viel mehr als der Sport selbst und bedeutet vor allem Leidenschaft, Emotion und Disziplin. Ein Leben ohne den Handball kann und will ich mir nicht mehr vorstellen.
Wie bist du ursprünglich zum Handball gekommen? Gab es einen bestimmten Moment, in dem du gemerkt hast, dass dieser Sport mehr für dich ist als nur ein Hobby?
Zum Handball bin ich durch meine Mutter gekommen, die selbst viele Jahre gespielt hat. Angefangen habe ich aktiv mit vier Jahren. Zuvor war ich jedoch schon Teil einer Ballspielgruppe. Meine Jugendzeit habe ich bei der HSG Wittlich verbracht, ehe ich mit 16 Jahren auf das Sportinternat in Leverkusen wechseln durfte.

Dass Handball viel mehr als nur ein Hobby ist, habe ich schon in meiner Jugendzeit gemerkt. Ich durfte schon früh Teil der Rheinland-Pfalz-Auswahl sein und dort an nationalen Sichtungslehrgängen oder -turnieren teilnehmen.
Was begeistert dich am Handball bis heute am meisten?
Am Handball fasziniert mich besonders, wie ansteckend die Emotionen, die Leidenschaft und der Spaß auf dem Spielfeld sind. Die Energie in der Halle, die Spannung während eines Spiels und die Begeisterung der Zuschauer machen diesen Sport für mich einzigartig. Ich glaube, wer einmal die Atmosphäre in einer Handballhalle erlebt hat, kommt gerne wieder.

Handball ist für mich aber noch viel mehr als das. Er vereint Leidenschaft, Kampfgeist, Disziplin und Teamgeist. Es geht darum, gemeinsam Erfolge zu feiern, Niederlagen zu verarbeiten, über sich hinauszuwachsen und Erfahrungen zu sammeln, die einen ein Leben lang prägen. Besonders die Freundschaften und der Zusammenhalt, die durch den Sport entstehen, machen Handball für mich so besonders.
Wenn du auf deinen bisherigen Weg zurückblickst: Auf welchen Moment bist du besonders stolz?
Tatsächlich fällt es mir schwer, einen einzelnen Moment zu nennen, auf den ich besonders stolz bin. Natürlich sind Erfolge wie der Gewinn der Deutschen Meisterschaft, der Titel als Deutscher Vizemeister oder auch der Sprung in die 1. Handball-Bundesliga ganz besondere Meilensteine, auf die ich unglaublich stolz bin. Wenn ich aber auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, bin ich vor allem auf meine gesamte Reise stolz.

Denn neben all den Höhen gab es auch einige Tiefen. Es gab Zeiten, in denen ich in der Startaufstellung stand und viel Verantwortung übernehmen durfte, aber auch Phasen, in denen ich nur für die letzten fünf Minuten aufs Feld kam. Ich habe Spiele erlebt, in denen ich 50 Minuten auf dem Feld stand, und anschließend eine Phase, in der ich eineinhalb Jahre lang kaum noch im Angriff eingesetzt wurde.

Mein Weg war also nicht immer so einfach, wie es von außen vielleicht manchmal aussieht. Gerade diese Erfahrungen haben mich aber geprägt und mir gezeigt, wie wichtig Durchhaltevermögen, Geduld und der Glaube an sich selbst sind. Rückblickend bin ich deshalb besonders stolz darauf, dass ich trotz aller Rückschläge nie aufgehört habe, für meinen Traum zu kämpfen.
Im Handball entscheiden oft nicht nur Technik und Taktik, sondern auch der Kopf. Was bedeutet mentale Stärke für dich persönlich?
Ich finde es sehr positiv, dass das Thema mentale Stärke im Sport in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit gewonnen hat. Meiner Meinung nach ist sie ein enorm wichtiger Bestandteil des Leistungssports, der leider noch häufig unterschätzt wird.

In meinem letzten A-Jugend-Jahr durfte ich gemeinsam mit meinem Team mit Mental Coaches zusammenarbeiten. Dabei haben wir gelernt, mit schwierigen Situationen besser umzugehen, unsere Stärken gezielt zu nutzen und an unseren Schwächen zu arbeiten. Am Ende wurden wir Deutscher Meister, und ich bin überzeugt, dass die mentale Arbeit einen großen Anteil an diesem Erfolg hatte.
Jede Sportlerin erlebt Rückschläge, Fehler oder Phasen, in denen es nicht optimal läuft. Wie schaffst du es, nach schwierigen Momenten wieder aufzustehen und an dich zu glauben?
Ich glaube, einer der wichtigsten Faktoren ist ein stabiles Umfeld und Menschen an seiner Seite zu haben, die einem auch in schwierigen Phasen den Rücken stärken. Gerade im Leistungssport ist das enorm wichtig, denn dieser Lebensstil erfordert nicht nur von einem selbst, sondern auch vom persönlichen Umfeld unglaublich viel Verständnis. Viele Geburtstage, Familienfeiern oder andere wichtige Ereignisse verpasst man aufgrund von Training, Spielen oder anderen sportlichen Verpflichtungen. Selbst die gemeinsame Zeit an Weihnachten war bei mir häufig begrenzt. Umso wichtiger ist es, Menschen an seiner Seite zu haben, auf die man sich verlassen kann und die auch in schwierigen Momenten für einen da sind.

Mir persönlich hilft es sehr, offen über Rückschläge, Enttäuschungen oder Probleme zu sprechen, anstatt alles mit mir selbst auszumachen. Gleichzeitig versuche ich, solche Situationen möglichst lösungsorientiert anzugehen. Wenn etwas sportlich nicht funktioniert oder ich mit meiner eigenen Leistung unzufrieden bin, frage ich mich, woran es liegt und wie ich daran arbeiten kann, um mich zu verbessern.
Hast du bestimmte Routinen oder mentale Strategien, die dir helfen, dich auf ein Spiel vorzubereiten und deine Leistung abzurufen?
Wenn ich jetzt anfangen würde, all meine Routinen aufzuzählen, würde das wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Über die letzten Jahre habe ich für mich viele verschiedene Routinen und Strategien entwickelt, die ich vor jedem Spiel bewusst abrufe und die mir vor allem Sicherheit geben.

Besonders viel habe ich aus der Zusammenarbeit mit unseren Mental Coaches vor etwa fünf Jahren mitgenommen. Einige der damals erlernten Methoden begleiten mich bis heute. So habe ich beispielsweise bestimmte mentale Anker in meine Routinen integriert, die mir bewusst zu machen, was ich kann.

Zusätzlich gehört für mich auch eine bewusste Reflexion nach einem Spiel dazu. Ich schaue mir meine Aktionen im Nachhinein noch einmal an und analysiere dabei sowohl die guten als auch die weniger gelungenen Situationen. Gerade die positiven Aktionen sind mir dabei besonders wichtig, weil ich so noch einmal ganz bewusst sehe, was gut funktioniert hat und worauf ich mich verlassen kann. Das hilft mir, mein Selbstvertrauen zu stärken und mit einem positiven Gefühl in die nächsten Spiele zu gehen.
Was hast du durch den Handball über dich selbst gelernt, das dir auch außerhalb der Halle hilft?
Was ich durch den Handball vor allem über mich selbst gelernt habe, ist, dass ich ein enormes Durchhaltevermögen und ein hohes Maß an Disziplin mitbringe. Ich habe gelernt, auch dann weiterzumachen und an meinen Zielen festzuhalten, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Gerade die schwierigen Phasen haben mir gezeigt, dass Rückschläge dazugehören und es vor allem darauf ankommt, wie man mit ihnen umgeht.

Darüber hinaus habe ich gelernt, Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Besonders bei Herausforderungen versuche ich, nicht nur meinen eigenen Blickwinkel einzunehmen, sondern auch andere Sichtweisen zu verstehen, Dinge zu hinterfragen und über den ersten Gedanken hinauszudenken. Das hilft mir nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Studium, im Berufsleben und in meinem persönlichen Umfeld.
Wie sieht eine typische Woche bei dir aus, wenn Training, Spiele, Beruf oder Studium und private Verpflichtungen zusammenkommen?
Meine Wochen sind tatsächlich ziemlich durchgetaktet. Aktuell habe ich drei Halleneinheiten und zusätzlich zwei bis drei Krafteinheiten pro Woche. Am Wochenende steht dann natürlich meistens noch ein Spiel an. Durch unsere Lage am Bodensee sind gerade die Auswärtsfahrten teilweise mit sehr langen Anreisezeiten verbunden, die man zusätzlich einplanen muss.

Neben dem Handball arbeite ich aktuell 15 Stunden pro Woche als Werkstudentin in einem Start-up und investiere weitere fünf Stunden in mein eigenes Unternehmen. Dazu kommt natürlich noch mein Masterstudium, für das ich ebenfalls viel Zeit einplane. Mir ist es wichtig, auch hier mein Bestes zu geben und mit meinen Leistungen zufrieden zu sein. Demnächst beginne ich mit meiner Masterarbeit, worauf ich mich schon sehr freue, da damit noch einmal eine ganz andere Art des wissenschaftlichen Arbeitens auf mich zukommt.

Wenn ich alles zusammenrechne, komme ich je nach Woche schnell auf 50 Stunden oder mehr, die ich in Sport, Beruf und Studium investiere. Da bleibt natürlich nicht immer viel Zeit für private Unternehmungen oder spontane Verabredungen.
Was sind die größten Herausforderungen, wenn man sportlich ambitioniert ist und gleichzeitig eine berufliche oder akademische Zukunft aufbauen möchte?
Die größte Herausforderung besteht für mich darin, Sport, Studium und Beruf nicht nur miteinander zu vereinbaren, sondern vor allem auch zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Prioritäten zu setzen.

Bis 2025 habe ich in der 1. Handball-Bundesliga gespielt und mich anschließend ganz bewusst dazu entschieden, sportlich für zwei Jahre etwas kürzerzutreten, um mich stärker auf mein Masterstudium und meinen Einstieg ins Berufsleben konzentrieren zu können. Mein Ziel ist es nach wie vor, wieder auf einem höheren Niveau Handball zu spielen und nach dieser Saison auch sportlich wieder voll anzugreifen.

Ich habe allerdings gemerkt, dass sich mein aktuelles sportliches Pensum gut mit meinen akademischen und beruflichen Zielen vereinbaren lässt, während die Anforderungen der 1. oder 2. Bundesliga unter diesen Voraussetzungen kaum zu bewältigen wären. Gerade im Frauenhandball sind die finanziellen Möglichkeiten nach wie vor begrenzt, sodass man sich neben dem Leistungssport häufig noch eine berufliche Perspektive aufbauen muss.

Deshalb habe ich mich bewusst dafür entschieden, in diesen beiden Jahren sportlich etwas zurückzustecken, um meinen Master abzuschließen und beruflich Fuß zu fassen. So möchte ich mir eine stabile Grundlage schaffen, die es mir ermöglicht, mich anschließend wieder stärker auf den Handball zu konzentrieren.

Für mich bedeutet das nicht, meine sportlichen Ziele aufzugeben, sondern vielmehr, einen Weg zu finden, sie langfristig mit meinen beruflichen und persönlichen Zielen zu verbinden. Manchmal muss man eben einen Schritt zurückgehen, um anschließend wieder zwei Schritte nach vorne machen zu können.
Musstest du bereits schwierige Entscheidungen treffen, bei denen du zwischen Handball und anderen Lebensbereichen abwägen musstest? Wie bist du damit umgegangen?
Die Situation, die ich in der vorherigen Frage beschrieben habe, ist wahrscheinlich das beste Beispiel dafür. Diese Entscheidung war tatsächlich eine der schwierigsten, die ich bisher treffen musste. Schließlich verfolge und lebe ich meinen Traum vom Leistungssport schon seit meiner Kindheit. Sich dann bewusst dafür zu entscheiden, sportlich kürzerzutreten, obwohl man eigentlich noch viel erreichen möchte, ist alles andere als einfach.

Gerade weil die finanziellen Möglichkeiten und strukturellen Rahmenbedingungen im deutschen Frauenhandball nach wie vor begrenzt sind, hätte ich mir natürlich gewünscht, diesen Schritt nicht gehen zu müssen. Trotzdem war es für mich zu diesem Zeitpunkt die einzig sinnvolle Entscheidung, um meine sportlichen, akademischen und beruflichen Ziele langfristig miteinander verbinden zu können.

Ich versuche allerdings grundsätzlich, in solchen Situationen nicht nur das Negative zu sehen, sondern auch die Chancen zu erkennen, die sich daraus ergeben. Und genau das hat sich für mich bereits bestätigt. In der vergangenen und auch in der aktuellen Saison haben sich Möglichkeiten eröffnet, die ich sonst vermutlich nicht gehabt hätte. Ein besonderes Beispiel dafür ist die Gründung meines eigenen Unternehmens.

Rückblickend bin ich deshalb froh, diesen Schritt gewagt zu haben, auch wenn die Entscheidung nicht einfach war und es bis heute nicht immer ist. Umso motivierter bin ich, nach dieser Saison wieder sportlich anzugreifen und eine neue Herausforderung zu finden, die meinen handballerischen Ambitionen und meinem gewünschten Leistungsniveau entspricht.
Welche sportlichen und persönlichen Ziele hast du dir für die nächsten Jahre gesetzt?
Sportlich habe ich mir ganz klar das Ziel gesetzt, wieder auf einem höheren Niveau Handball zu spielen. Mein nächster Schritt soll zurück in die 2. Handball-Bundesliga führen, wo ich wieder Fuß fassen, Verantwortung übernehmen und eine wichtige Rolle innerhalb einer Mannschaft spielen möchte. Dabei ist es mir besonders wichtig, meine sportlichen Ambitionen weiterzuverfolgen, ohne die Freude und den Spaß am Handball aus den Augen zu verlieren. Langfristig ist natürlich auch die Rückkehr in die 1. Bundesliga ein Ziel, für das ich bereit bin, weiter hart zu arbeiten. Ich bin gespannt, welche Möglichkeiten und Herausforderungen mein weiterer sportlicher Weg noch für mich bereithält.

Auch persönlich und beruflich möchte ich mich in den nächsten Jahren kontinuierlich weiterentwickeln, meine Stärken gezielt ausbauen und neue Erfahrungen sammeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf meinem eigenen Unternehmen. Ich möchte die Chance nutzen, das Unternehmen weiter aufzubauen, mich unternehmerisch weiterzuentwickeln und gleichzeitig auch in der Marketingbranche beruflich Fuß zu fassen.

Mein übergeordnetes Ziel ist es, sowohl sportlich als auch beruflich erfolgreich zu sein und mir langfristig ein Leben aufzubauen, in dem ich meine Leidenschaft für den Handball mit meinen beruflichen Ambitionen verbinden kann.
Was bedeutet Erfolg für dich heute – und hat sich deine Definition im Laufe deiner Karriere verändert?
Ich würde wahrscheinlich lügen, wenn ich behaupten würde, dass die Zahl auf der Anzeigetafel für mich keine Rolle spielt. Ich bin unglaublich ehrgeizig und möchte immer gewinnen, egal ob beim Handball oder bei einem einfachen Kartenspiel. Dieser Ehrgeiz gehört zu mir und wird wahrscheinlich auch immer ein Teil von mir bleiben.

Trotzdem hat sich meine Definition von Erfolg im Laufe meiner Karriere definitiv verändert. Früher habe ich Erfolg stärker an Siegen, Titeln und sportlichen Leistungen gemessen. Heute weiß ich, dass Erfolg viel mehr umfasst und nicht immer nur aus positiven Erlebnissen besteht. Rückschläge und Hindernisse gehören genauso dazu. Natürlich nimmt man solche Situationen im ersten Moment oft negativ wahr und ich finde, das ist auch völlig in Ordnung. Entscheidend ist für mich aber, wie man langfristig damit umgeht und ob man es schafft, aus diesen Erfahrungen etwas Positives mitzunehmen.

Durch die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre habe ich ein viel besseres Verständnis dafür entwickelt, was hinter Erfolg eigentlich steckt. Für mich bedeutet Erfolg heute deshalb nicht nur, am Ende als Siegerin vom Feld zu gehen, sondern auch, Herausforderungen zu meistern, an ihnen zu wachsen und trotz Rückschlägen weiter an seinen Zielen festzuhalten. Denn rückblickend sind es oft gerade die schwierigen Phasen, die einen persönlich und sportlich am meisten weiterbringen.
Was würdest du einer jungen Handballerin raten, die hohe sportliche Ziele hat, aber gleichzeitig unsicher ist, wie sie Beruf oder Studium damit vereinbaren soll?
Ich würde jeder jungen Handballerin, die große sportliche Ziele verfolgt, vor allem raten, auf ihr Herz zu hören und den Spaß an dem, was sie tut, niemals aus den Augen zu verlieren. Natürlich gehören Ehrgeiz, Disziplin und harte Arbeit dazu, aber man sollte sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen. Viel wichtiger ist es, Erfahrungen zu sammeln, aus schwierigen Situationen zu lernen und daran zu wachsen.

Außerdem möchte ich jeder jungen Spielerin mitgeben, dass der eigene Weg nicht immer geradlinig verlaufen muss. Manchmal ist es notwendig, einen Schritt zurückzugehen, um anschließend zwei Schritte nach vorne machen zu können. Nur weil eine Entscheidung auf dem Papier zunächst wie ein Rückschritt aussieht, bedeutet das nicht, dass sie auch für die persönliche Entwicklung einer ist. Oft eröffnen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten, die man im ersten Moment vielleicht noch gar nicht erkennen kann.

Gerade wenn man sportliche Ambitionen mit einem Studium oder dem Berufseinstieg verbinden möchte, ist es völlig in Ordnung, seine Prioritäten zeitweise zu verändern oder den Fokus auf mehrere Lebensbereiche zu verteilen. Das bedeutet nicht, dass man seine sportlichen Träume aufgeben muss. Im Gegenteil: Manchmal schafft man dadurch erst die Voraussetzungen, um sie langfristig weiterverfolgen zu können.

Mein wichtigster Rat ist deshalb, dranzubleiben, an sich selbst zu glauben und für seine Ziele zu kämpfen, auch wenn der Weg zwischendurch anders verläuft als ursprünglich geplant. Man sollte offen für neue Erfahrungen bleiben und darauf vertrauen, dass sich manche Entscheidungen erst im Nachhinein als richtig herausstellen. Denn am Ende geht es für mich darum, einen Weg zu finden, auf dem man seine Träume verwirklichen kann, ohne dabei die Freude an dem zu verlieren, was man liebt.

Marie, vielen Dank für deine Offenheit und die spannenden Einblicke in deinen sportlichen und persönlichen Weg.